Mit dem Übergang zu erneuerbaren Energien verändert sich die Struktur des Energiesystems grundlegend.
Die Transformation betrifft nicht nur einzelne Technologien, sondern die grundlegende Funktionsweise und Organisation des gesamten Systems.
Die Energieerzeugung verschiebt sich von zentralen, steuerbaren Anlagen hin zu erneuerbaren Quellen mit anderen Eigenschaften:
Diese Veränderungen führen zu einer erhöhten Variabilität und zeitlicher Unsicherheit in der Energiebereitstellung.
Während fossile Systeme durch steuerbare Erzeugung geprägt sind, basiert das erneuerbare Energiesystem auf einer anderen Logik:
Dies erfordert neue Mechanismen zur Sicherstellung von Systemstabilität.
Mit der Transformation wird das Stromsystem zur zentralen Integrationsinfrastruktur:
Andere Energiesektoren werden zunehmend elektrifiziert und damit in das Stromsystem integriert.
Die Anzahl und Verteilung von Erzeugungsanlagen verändert sich fundamental:
Dies erhöht die Anforderungen an Koordination und Systemführung erheblich.
Aus der Transformation ergeben sich grundlegende neue Anforderungen:
Diese Anforderungen können mit bestehenden, zentral ausgerichteten Systemarchitekturen nur eingeschränkt erfüllt werden.
Die Transformation zu erneuerbaren Energiesystemen erfordert grundlegende Anpassungen des bestehenden Systems.
Zentrale Aspekte sind:
Ein zentraler Bestandteil dieser Transformation sind sogenannte Migrationsszenarien.
Diese beschreiben den schrittweisen Übergang vom bestehenden fossilen Energiesystem hin zu einem erneuerbaren System, unter Berücksichtigung technischer, wirtschaftlicher und regulatorischer Rahmenbedingungen.
Dabei geht es nicht um einen vollständigen Systembruch, sondern um eine strukturierte Weiterentwicklung des bestehenden Systems.

Die Dezentralisierung der Energieerzeugung hat zur Folge, dass auch der Lastausgleich (Netzlastregelung) und damit auch die Beteitstellung von Netzsystemdiensten immer stärker dezentral erfolgen muss. Dies betrifft jeweils nicht nur technologische, sondern auch wirtschaftliche, regulatorrische und auch gesellschaftliche und soziale Aspekte.
Die Transformation führt zu tiefgreifenden strukturellen Veränderungen:
Diese Entwicklungen bilden die Grundlage für neue Systemansätze, wie z. B. zelluläre Energiesysteme.